Hundeerziehung in unserer Zeit

Hundeerziehung in unserer Zeit

Erziehung eines Parson Russell Terriers

Tagline

So viel Freiheit wie möglich – so viel Grenzen wie nötig – Hundeerziehung in unserer Gesellschaft! Erziehung eines Parson- oder Jack Russell Terriers ist keine unlösbare Aufgabe, nein, das ist es wirklich nicht. Fakt ist…

More...
Agility

Agility

Auslastung des PRT

Tagline

Was ist Agility? ....  entstand 1977 in England während der Crufts-Dog-Show. John Varley, zuständig für die Unterhaltung während der Pausen, überlegte ob Spring-Parcours für Pferde, in etwas abgewandelter Form, nicht auch von Hunden gemeistert werden…

More...
Wieviel Auslastung ist notwendig?

Wieviel Auslastung ist notwendig?

Auslastung des PRT

Tagline

Grundsätzlich ist jeder Hund anders, sein Anspruch an Auslastung und somit an seine Menschen durch Charakter, Zuchtlenkung und Temperament unterschiedlich. Einfach gesagt: Ein Hund, der für eine spezielle Aufgabe gezüchtet wurde und das oft schon…

More...
Trimmen

Trimmen

Gesundheit

Tagline

Ja, auch das gehört ja zur Gesundheit eines Hundes bzw. hier jetzt Parson- oder Jack Russell Terriers dazu. Die richtige Pflege des Fells. Von den Haararten her unterscheiden wir zwischen dem glatt-, stock- (broken) und…

More...
Gedanken zur Anschaffung

Gedanken zur Anschaffung

Anschaffung eines PRT

Tagline

Die Anschaffung eines Hundes ist oft ein langer Prozess, der manchmal über Jahre hinweg reift, hin und wieder dauert es aber auch nur ein paar Minuten und man ist auf einmal - eher plötzlich - Besitzer…

More...
Parson Russell Terrier

Parson Russell Terrier

Parson Russell Allg. Info

Tagline

Der Parson (Jack) Russell Terrier - ein alter Jagdterrierschlag als Modehund? Ursprünglich für die Baujagd gezüchtet, war der PRT oder Parson (Jack) Russell Terrier über Generationen hinweg das kleine Energiebündel unter den Gebrauchsterriern nach dem…

More...
Frontpage Slideshow | Copyright © 2006-2011 JoomlaWorks Ltd.

Zufallsbild

whisky_guck_rechts.jpg

Komm oder komm nicht

Was also tun? Die Tipps werden sich nicht auf die Extremsituationen beziehen wie einen wildernden Hund, hierfür gibt es spezielle Trainings, so dass Tipps hierzu mit Sicherheit den Rahmen sprengen würden, zudem gibt es keine Anleitung auf dem Papier, die man einfach so übernehmen kann. Fakt ist aber, beherzigen Sie einiges von dem, was Sie hier finden, wird Ihnen zum einen schnell klar, wie Ihr Hund tickt und sie werden viel weniger Probleme haben, eine gute Bindung aufzubauen, Ihren Hund zu lesen und entsprechend präventiv einzugreifen, BEVOR Max oder Tina auf dem Weg (wohin auch immer) sind.
Fangen wir also mit dem Welpen an: Er ist neu eingezogen und heißt, na wie wohl: Max oder Tina! Von Anfang sprechen Sie ihren Welpen mit dem Namen an, immer freundlich und zugewandt. KEIN Meckern darf mit dem Namen verknüpft werden. Ist der Welpen noch sehr klein, leistet er ja mit dem Folgetrieb ganze Arbeit, er wird Ihnen sowieso gerne folgen, weil Sie ja seine Welt, sein Futterspender und Spielkumpel sind. In einer Hündin - Welpe - Beziehung muß der Zwerg ja auch zusehen, dass er den Anschluß nicht verliert. Kommt er auf seinen Namen wird dies belohnt, ein Leckerchen oder ein kurzes Spiel, machen Sie es anfänglich ihrem Zwerg leichter, in dem Sie sich hinhocken und ihn freundlich und aufmunternd ansprechen. Kommen muß sich lohnen.
Diese Übungen sollten Sie zuerst im häuslichen Umfeld probieren und festigen, denn hier ist es sicher und die Ablenkung gering. Draußen sollten Sie diese Übungen nur durchführen, wenn Sie sich sicher sein können, dass Ihr Welpe nicht gefährdet ist, entweder durch Straßen, andere Hunde oder sonstiges. Seien Sie nicht übervorsichtig, aber bedenken Sie, dass ein junger Hund Gefahren nicht einschätzen kann, die er nicht kennt. Ein Auto ist erstmal nur laut und stinkt, andere Hunde sind im Zweifel immer nett - was ja begrüßenswert ist, wenn Ihr Welpe so offen ist, aber dabei soll es ja auch möglichst bleiben. Die Erfahrung zeigt: Nicht alle Hunde sind nett! Das nur am Rande.
Zudem ist in einer lebhaften Umgebung die Ablenkung auch um ein vielfaches größer, fangen Sie also kleiin und ruhig an und steigern Sie die Anforderungen langsam. Max hat ja im Kindergarten auch nicht mit dem großen Einmaleins angefangen, sondern erstmal damit, bis 10 zu zählen, und das ist ja auch schon ziemlich gut.
Nehmen Sie also IMMER eine Leine mit bzw. halten Sie Ihren Welpen immer an der Leine, wenn Sie nicht sicher sein können, dass die Situation für Sie und den Welpen überschaubar ist. Lange Leinen, wie dünne Schleppleinen oder Flexileinen geben dem Welpen viel Freiraum, ohne dass er ständig in der Leine hängen muß.
Wie übt man es nun am besten. Der Name sollte schon bekannt sein, nun üben wir das "Komm" oder "Hier" oder ein anderes, allerdings sollten dann alle Familienmitglieder auch dasselbe nutzen. Je nach dem, welches Kommando Ihnen persönlich am besten liegt. Rufen Sie also Ihren Welpen beim Namen, ist er schon damit vertraut, wird er aufschauen, haben Sie also Kontakt, rufen Sie "Komm" oder "Hier" und locken den Zwerg freundlich zu sich. Kommt er an, wird er dolle gelobt und erhält seine Belohnung.  Machen Sie es sich und dem Welpen anfänglich nicht zu schwer, rufen Sie ihn nur, wenn er nicht "den Grashalm des Jahrhunderts" beschnüffelt, hier ist Mißerfolg vorprogrammiert. (Vergessen Sie möglichst NIE, wenn Sie rausgehen, die Leckerchen, sie werden sie schmerzlich vermissen!)
Und ganz wichtig: Reihenfolge immer Name (für die Aufmerksamkeit), dann das Kommando. Wiederholen Sie Ihre Kommandos nicht! Einmal im richtigen Moment mit der richtigen Ansprache und es funktioniert auch in der Regel. Funktioniert es nicht, haben die Rahmenbedingungen nicht gestimmt, gehen Sie ruhig mal einen Schritt im Übungsalltag zurück.
Permanentes Wiederholen des Namens oder Kommandos (wozu der Mensch grundsätzlich neigt) hat verschiedenste Auswirkungen:
1. Ihr Welpe oder Hund weiß, dass Sie da sind. 2. Er hört gar nicht mehr hin. 3. Ihm geht es gut damit. 
Reagiert also Zwergel tatsächlich nicht, kann man sich ja auch was überlegen, um die Aufmerksamkeit zu erhalten: Mit Suchspielen (Verstecken Sie sich) oder Weglaufen erhöht man unweigerlich die Spannung, verschwinden Sie also, wird ein normaler Welpe auch versuchen, Sie zu finden, das ist nicht nur ein tolles Spiel, sondern fördert auch die Bindung. Hat der Welpe Sie gefunden, gibt es, wie immer, Lob, Leckerlie oder Spiel. Lassen Sie sich nicht dazu hinreissen, hinter dem Welpen herlaufen, dass ist zwar auch ein tolles Spiel, aber die Freude liegt eher beim Welpen und - wie so oft - hat er damit wieder was gelernt.
Deshalb und um ein möglichst fehlerfreies Lernen zu ermöglichen, würde ich deshalb anfänglich nur mit Leine (Flexi oder Schlepp) üben.  Nun wird der Zwerg ja älter und selbst gut konditionierte Hunde kommen in die Sturm- und Drangphase, aber ca. dem siebten Monat können Sie damit rechnen, dass viele Junghunde scheinbar gut Erlerntes gerne vergessen. Ihr Selbstbewußtsein wächst und auch das Bestreben, sich in größeren Radien zu bewegen. Hüten Sie sich davor, Ihrem Junghund jetzt häufig "falsche" Erfolgserlebnisse zu verschaffen. Hier ist an oberster Stelle ein erster Jagderfolg zu nennen, selbst wenn das gejagte Objekt niemals gefangen werden konnte. Jagen ist ein sich selbstbestätigendes Verhalten, allein das Rennen ist soviel Bestätigung, dass Sie mit Ihrem Ball, Leckerlie oder freundlicher Stimme komplett abgemeldet sind. Zudem hat jeder Hund seinen eigenen "Radius", in dem er noch ansprechbar ist. Entfernt sich ein selbstbewußter Hund vielleicht fünf Meter von Ihnen, haben Sie keine Chance mehr, bei unsicheren Kandidaten kann es auch gerne mehr sein, denn da ist der Mut nicht so groß, sich von Herrchen oder Frauchen zu entfernen. Dies ist etwas, was Sie nicht von einer Liste ablesen können, hierfür müssen Sie lernen Ihren Hund zu lesen.
Bleiben Sie dran, sichern Sie sich ab, es gibt Zeiten, da gehört IMMER eine Schleppleine an den Hund, damit Sie die Kontrolle halten können. Jedes Erfolgserlebnis in die falsche Richtung bedeutet mehr und längeres Üben für Sie und Ihren Hund.  Bestätigen Sie IMMER gut ausgeführte Kommandos positiv, machen Sie sich interessant, seien Sie der Mittelpunkt der Welt. Üben Sie immer auch wieder ohne Leine mit weniger Ablenkung, üben Sie mit Leine unter größerer Ablenkung, das zeigt gute Erfolge.