Die Hundebox
- Details
- Zugriffe: 457
Sinn und Zweck einer Hundebox.
Ganz klar, als Sicherheit und Rückzugspunkt für Ihren Welpen und erwachsenen Hund.
Zudem hat die Box verschiedenste erzieherische Vorteile, die ich aber nur kurz anreißen möchte. Der Hund wird i.d.R. schneller stubenrein, kein Hund beschmutzt gerne sein "Nest"! Ihm werden Grenzen gesetzt, ganz wichtig für die Erziehung und Haltung.
Der Hund hat seinen so wichtigen Ruheplatz,
an den er sich immer zurück ziehen kann, wenn er möchte. Gerade bei einem Welpen sollten Sie schon darauf achten, dass er mal zur Ruhe kommen kann und dies auch lernt. Gerade in einer Familie mit Kindern fällt dies jungen Hunden oft sehr schwer, weil ja immer Action ist. Lernt der Hund nicht, auch mal abzuschalten, lernt er im Gegenzug, dass er immer aktiv ist, es ist wie bei Kindern, er wird dann überdreht, ruhelos - kein Zustand, den man sich für den kleinen Wicht wünscht.
Zudem ist kein einzelner Mensch dauerhaft in der Lage einen Welpen 24 Stunden am Tag zu betreuen, Einkäufe, Behördengänge, und sonstige Erledigungen sind besser zu bewältigen, und auch im Auto kann man so den Welpen bequem "mitnehmen", ohne große Aktionen wie Gurt, zweite Person etc. zu aktivieren. Ein an die Box gewöhnter Welpe, den Sie alleine lassen, wenn er zur Ruhe gekommen ist, wird ihre kurze Abwesenheit kaum bemerken. (Natürlich muß dies vorher geübt worden sein, mehr Tipps dazu unter Alleinebleiben - sie lassen ihren Welpen niemals anfänglich alleine OHNE Übung.) Diesbezüglich umschiffen Sie auch das Problem, den Welpen mal für gewisse Zeit in Betreuung zu geben (Nachbarn, Freunde, eigene Kinder usw.), wo ihm wieder einige Marotten beigebracht werden, die Sie nicht möchten. Des weiteren wird der Hund nicht Gefahr laufen, Verwirrungen ausgesetzt zu sein, denn das wäre er, wenn jeder dem Hund eine eigene "Erziehungsmethode" aufschwatzt, und jeder ihm die Marotte des anderen abgewöhnen möchte, der Fall.
Desweitern lernt ein Hund durch das Sich-Zurückziehen können und müssen, auch mal alleine zu sein, dadurch wird ein oft auftretender Fehler der Hundehalter unterbunden, nämlich beim Welpen oder Junghund auftretende Trennungsangst durch zu große Bindung! Auch Gefahren, denen der Welpe ausgesetzt ist, wenn er alleine in einer Wohnung unterwegs ist (Stromkabel etc.), werden vermieden. Wenn man mal wirklich keine Zeit für seinen Freund hat, kann man ihn getrost mal kurzzeitig in seine Box tun. Ob Sie sich nun eine Hundebox, Laufstall oder einen Stubenkäfig anschaffen sollten, hängt ganz allein von der Rasse und deren Größe ab.
Zudem ist es für (junge) Hunde ein nicht zu unterschätzender Stressfaktor, wenn Sie in einer Wohnung alleine gelassen werden. Der Wunsch, das Revier zu beschützen ist in jedem Hund angelegt und je größer der Freiraum ist, den der Hund durch eine nicht einges
chränkte Bewegungsfreiheit in der Wohnung empfindet, um so größer ist der Stress für den Hund. Die Box schafft hier die Möglichkeit, dass der Hund zur Ruhe kommt, anderenfalls können sich Bellen und Jaulen noch schneller entwickeln.
Für das Auto empfehle ich sowieso nur den Transport in einer Hundebox, so dass ein frühzeitig an seinen Aufenthalt in einer Box gewöhnten Welpen dies auch nicht stört, sondern im Gegenteil ihm ein Gefühl der Sicherheit vermittelt, weil er nicht durch die Gegend kullert oder vom Sitz fliegt, und sich dadurch verletzten kann. Wie oft sehe ich gerade Hunde kleinerer Rassen hinten auf der Ablage thronen oder bei Herrchen und Frauchen auf dem Schoß, sicherlich ein süßer Anblick und auch ich empfinde es als schön, meinen Wicht bei mir zu haben, aber sich auszumalen, wo der Hund bei einem Unfall oder einer Vollbremsung abbleibt, ist sicher nicht schön. Bei mehreren Hunden erledigt sich das dann sowieso recht schnell, weil je mehr Hunde, um so höher das Risiko KEINE Kontrolle über die Wichte zu haben - nicht schwierig sich vorzustellen, was da alles passieren kann. Durch unseren persönlichen, schweren Autounfall, den wir hatten, kann ich die Box nur allen, die sich um die Sicherheit ihrer Vierbeiner beim Autofahren sorgen, wärmstens ans Herz legen. Wer die Box von Hazel gesehen hat, aus der sie unbeschadet rauskletterte, hat keine Fragen mehr zu deren Sinn. Zudem, so ganz nebenbei, ist es auch Vorschrift, Hunde im Auto zu sichern.
Wir sollten uns insgesamt von der Idee verabschieden, dass Hunde die gleichen Vorstellungen haben, wie wir, wenn sie einen kleineren Schlafplatz haben, sie empfinden dies nicht als Gefängnis, sondern im Gegenteil, als sicheren Ort (nicht vergessen: Hunde sind Höhlentiere!!!), an den sie sich zurückziehen können. Nachteil: Keiner! (Dies gilt nur für Welpen oder Hunde die Boxengewöhnung haben) - Hinweisen möchte ich darauf, dass natürlich auch Hunde OHNE eine Box stubenrein werden oder alleine bleiben, Sie werden aber den Vorteil zu schätzen wissen, dass Ihr Hund kein Problem mit einer Hundebox hat, sondern sie als gewohnten Rückzugsort kennt, wenn es mal wichtig ist, dass können viele unterschiedliche Situationen sein.
Was mache ich nachts?
Grundsätzlich bin ich immer dafür einen Welpen anfänglich mit im Schlafzimmer schlafen zu lassen, ich möchte, dass er sich sicher fühlt und eine gute Bindung zu uns aufbaut und möchte ihm das doch sehr prägende Gefühl des Alleinseins ersparen. Gerade in den ersten Nächten, wenn es ja zusätzlich darum geht, dem Hund eine Möglichkeit zu geben, sich im Garten und nicht auf seinem Platz zu lösen, ist es sehr wichtig, dass mein Welpe in meiner Nähe und "unter Aufsicht" ist.
Aber, es gibt Hundehalter, die dies, aus verschiedensten Gründen, konsequent ablehnen.
Letztendlich muß das natürlich jeder für sich entscheiden, die nachstehend aufgeführte Beschreibung ist somit innerhalb als auch außerhalb des Schlafzimmers durchführbar. Sollte der Hund allerdings außerhalb des Schlafbereiches der Menschen sein, MUSS sichergestellt sein, dass er, wenn er sich nachts lösen muß, auch seine Box verlassen kann.
Da dies nur mit einem Menschen geht, der die Box öffnet, müssen Sie hören, wenn ihr Welpe anfängt unruhig zu werden. Überlegen Sie sich also gut, wo die Box dann aufgebaut wird, um dem kleinen Wicht den Stress zu ersparen, sich auf seinem Schlafplatz zu lösen, weil ihn niemand hört. Wenn dies nicht möglich ist, sollten Sie evtl. auf einen Laufstall oder Stubenkäfig zurückgreifen. (Bitte nicht aus dem Hinterkopf verlieren, dass ein Welpe mit ca. acht Wochen normalerweise nachts selten länger als ca. vier Stunden seine Blase kontrollieren kann. Er MUSS also, wenn er so klein ist, normalerweise nachts anfänglich noch raus. Aussnahmen davon gibt es immer.)
Der Stubenkäfig, der Laufstall oder die Box sollte mit einer dunklen Decke "überdacht" sein. Der Welpe wird vom ersten Tag an, im neuen zu Hause nach der letzten Gassi-Runde, in der Box übernachten. Anfänglich kann es hier - je nach Temperament - zu deutlichen Unmutsbezeugungen kommen, zum einen, weil der Welpe eine Box vielleicht noch nicht kennt und zudem leidet er in der ersten Zeit bei Ihnen auch noch unter Trennungsangst, weil er von der Mutter getrennt wurde. Trotzdem darf man sich von dem kleinen Wicht nicht zermürben lassen und den Welpen aus der Box holen, denn die Erleichterung über die Ruhe, sollte bei Ihnen schnell dem Gefühl weichen, dass der Welpe einen seiner ersten großen Lernerfolge erzielt hat: Wenn ich lange genug rummaule oder schreie, dann kommt irgendjemand und holt mich, prima. Überlegen Sie sich also gut, ob Sie Ihre kurzfristige Erleichterung gegen den langfristigen Lernerfolg setzen.
Wer sich jetzt die Frage stellt, warum der Hund nicht in einem Körbchen oder auf seinem Kuschelplatz neben dem Bett schlafen kann, ist dies leicht zu beantworten. Alle Hunde, mit denen ich so begonnen habe, neigten dazu, nachts ins Bett zu krabbeln, wenn irgend möglich oder auf Tour zu gehen und irgendwo ihr Geschäft zu machen, um dann ins Bett zu krabbeln. Damit war klar, dass es länger dauert, bis der Welpe stubenrein wird, und ich keinen Einfluß darauf habe, weil ich es u.U. nicht merke oder, wenn ich es merke, es bereits zu spät ist. Deshalb die Box, die von allen Welpen, die wir großgezogen haben, vollkommen selbstverständlich angenommen wurde und sich somit als große Hilfe herausgestellt hat. Die vorstehend möglichen beschriebenen Heulkonzerte blieben bei uns aus.
Wohingegen nichts einzuwenden ist, wenn man sich in den ersten Tagen zu dem Welpen vor die Box legt oder setzt, er soll dadurch wissen, er ist nicht allein.... Aber: NIEMALS streicheln oder beruhigend mit ihm sprechen, wenn er fiept oder sogar heult, damit bestärkt man, dass das Jammern in Ordnung ist!! Tagsüber übt man dann den Aufenthalt in der Box eher beiläufig (Generell bekommt der Welpe ein Leckerli, wenn er in die Box kommt, auch ein getragenes, eigenes T-Shirt kann beruhigend wirken.). Das Gewöhnen verläuft in dem Maße, dass man tagsüber SOBALD der Welpe auf unserem Arm oder sonstwo, nach dem Fressen oder nach dem Toben (und Gassigehen), eingeschlafen oder sehr müde ist, er in die Box gelegt wird. Sollte er dabei wach werden, legt man ihn trotzdem mit leisen, beruhigenden Worten rein. Anfänglich kann man die Box auch in der eigenen Nähe deponieren, also in einem Raum, wo man sich dann vielleicht gerade länger aufhält. Der Abstand wird dann generell langsam ausgeweitet, also z.B. Box im Wohnzimmer, man selbst eben woanders. Das baut man langsam auf und ist auch eine gute Vorbereitung auf das mal alleine bleiben. Vorsicht ist geboten, wenn der Welpe von sich aus raus will: Warten sie möglichst einen Zeitpunkt ab, wo er seine Unmutsbekundungen unterbricht, damit er nicht bestätigt wird, in der Verhaltenskette: Jammern, wir kommen und erlösen ihn. Zu lange dürfen sie natürlich nicht warten, denn der Welpen wird nach dem Aufwachen sicherlich auch raus müssen, um seine Geschäfte zu erledigen. Wenn man ihn konsequent immer zu den gegebenen Ruhezeiten in die Box legt und nach dem Aufwachen, in einem Moment ohne Aufstand, raus lässt, wird das Widerstreben des Welpen über Nacht kein Thema mehr sein. In kurzer Zeit ist die Box zu einer Selbstverständlichkeit und mehr geworden, zu einem Ort, wo schon kleine Welpen von sich aus reingehen um zu schlafen.
Aus eigener Erfahrung mit mehreren Hunden und durch die vielen Bekannte und Freunde aus der Hundeszene kann ich sagen, dass ein mit der Hundebox vertrauter Hund diese oft sehr, sehr gerne nutzt. In unserer Wohnung befinden sich mehrere Boxen, die immer offen sind und entsprechend genutzt werden. Unsere ältere Malinois-Hündin quetscht sich oft in eine der kleineren Boxen (die eher für zwei Jackies passend und geräumig ist), offensichtlich fühlt sie sich darin gut "behütet". Gerade Welpen, die schon beim Züchter daran gewöhnt waren, verhalten sich hier meist problemlos. Die für Sie und Ihren Hund dadurch entstehenden Vorteile haben wir bereits angesprochen.
Stubenrein
Einige Herstellernamen von Metallhundeboxen, die i.d.R. für´s Auto sind:
Schimdt Hundeboxen
Ei-Li Hundeboxen
Dog-Haus Hundeboxen
Kleinmetall
WT-Metall
Werner Tiertransportbehälter
BK-Hundebox
Für Softkennels z.B.
Hecor
