Kastration! Ja, nein – warum?

Hallo Ihr Lieben,

heute versuche ich mich mal einem Thema zu nähern, welches komplex ist und immer und immer wieder heftigst diskutiert wird.

Auslöser war ein etwas aus den Fugen geratener Beitrag auf FB, wo es darum ging, dass ein Paar auf dem Campingplatz mit einer Hündin aufschlug, die das erste Mal und das seit sechs Tagen läufig war. Ein Rüde zwei Parzellen weiter, wurde von den Besitzern immer im Freilauf gehalten (natürlich war dies auf dem CP nicht erlaubt), der Stellplatz des Wohnwagens der Hündinnenbesitzer wurde von diesen eingezäunt. Nun entwickelte sich ein fröhliches Miteinander, der Rüde belagerte den Stellplatz, markierte sehr oft den Zaun und liess sich nicht mehr abrufen. (Warum auch, wird wahrscheinlich im normalen Leben auch viel Freiraum haben.) Irgendwann waren alle genervt.

Verständlich, für beide Seiten. Was sich aber darauf entwickelte war in dem Post auf FB eine wahre Hexenjagd als eine unbeteiligte Rüdenbesitzerin ihre Meinung kundtat, die da war: Finde ich unglaublich, eine läufige Hündin gehört nicht auf den Campingplatz!

Es brach schon fast ein Shitstorm über der Frau herein, ich konnte beim Lesen das Fremdschämen nicht gut unterdrücken. Es wurde unsachlich, ging unter die Gürtellinie, selbst mahnende Stimmen wurden ignoiert. Am Ende wollten die einen den Rüden und die anderen die Hündin kastrieren lassen, nur, das sei betont, weil sich beide Seiten vom jeweils anderen Hund belästigt fühlten.

Worauf hin ich mir mal wieder die Frage stellte, was es eigentlich mit dem Thema Kastration und deren Nutzen im Zusammenleben für den Hundehalter und vor allem für den Hund wirklich auf sich hat.

Warum lassen Menschen ihre Hunde kastrieren?

  • aus gesundheitlichen Gründen / dazu gibt es mittlerweile hinreichend Material / folgen Sie auch den Links im Text um sich ein Bild zu machen
  • aus erzieherischen Aspekten / auch hier ist mittlerweile hinlänglich belegt, dass eine Kastration Erziehung nicht ersetzt.
  • um das Zusammenleben in unserer Gesellschaft zu erleichtern
  • und, zu guter Letzt, auch aus Bequemlichkeit.
  • wobei nicht auszuschließen ist, das hier der eine oder andere Punkt auch mehrfach bei einem Hund genannt wird.

Die Kastration des Hundes (Rüde/Hündin).

Vorab, ich bin keine Tierärztin, kann also aus gesundheitlicher Sicht nur auf die aktuellen Forschungen verweisen. Und den geneigten Leser bitten, der sich mit diesem Thema beschäftigt, meine Erfahrungen als das zu nehmen, was sie sind: Persönliche Erfahrungen, verbunden mit der Bitte zu überdenken, was für Sie der Grund für eine Kastration ist. Ich schildere hier einen Bruchteil an Erfahrungen aus bald 20 Jahren Zusammenleben mit mehreren Hunden – kastriert und unkastriert – einige Jahre davon bereits im gemischten Rudel.  Im Verlauf dieses Artikels werde ich dazu noch Links einstellen, die das Thema wissenschaftlich und/oder aus verhaltenstherapeutischer Sicht beleuchten. Das Lesen lohnt, wenn man sich vor einer Kastration seines Hundes informieren möchte.

Wie leben wir und warum sind dabei auch kastrierte Hündinnen?

Zur Zeit besteht unsere Gemeinschaft aus kastrierten und unkastrierten Hündinnen und einem potenten Rüden. Ist das Leben sonst in einer mehr oder weniger abgeklärten Gemeinschaft recht angenehm, verändert sich bei den Läufigkeiten natürlich einiges. Und, das nicht nur, weil wir einen intakten Rüden haben. Ist eine oder mehr als eine Hündin läufig haben wir so ca. 8 +/- Tagen (bei dem Zyklus von einer Hündin) wenig bis gar keine Schwierigkeiten, den Rüden und die Hündin auseinander zu halten, denn der Rüde weiß genau, wann es spannend wird. Er kontrolliert, spielt auch gern, aber läßt ansonsten die Mädels in Ruhe. Nicht immer die Mädels den Rüden, aber da sind alle etwas verschieden. Grundsätzlich kann man sagen, dass es die Mädels am liebsten miteinander treiben, der Rüde wird da eher etwas ausgeklammert.

Sind die Stehtage da, müssen wir trennen, keine Frage. Das dauert im Zweifelsfall (wieder bezogen auf eine Hündin) ca. fünf bis sieben Tage, dann fällt die Klappe und alles ist wieder gut. In der Zeit ist es aber für den Rüden anstrengend, er leidet, da gibt es nix drumrum zu reden. Er frißt schlecht bis gar nicht, nur durch Ablenkung, Einzelspaziergänge und ein bissl Training – ohne Weibsbilder im Hintergrund – kann man ihn etwas auflockern. Alle möglichen Mittel ihn zu beruhigen oder den Mädels den Eigengeruch zu nehmen, sind nicht wirklich von Erfolg gekrönt gewesen. Feststeht: Da müssen wir dann alle durch und es ist kein Spaß, aber, es könnte auch schlimmer sein.

Nachts schläft der Kerl allerdings, wie immer, in seiner geliebten Box (die liebt er wirklich) neben meinem Bett und sagt keinen Ton, egal bei welcher Phase der Läufigkeit. Er schläft einfach. Obwohl alle Mädels auch im selben Zimmer sind. Anfänglich waren wir der Meinung, dass die Trennung uns evtl. besser schlafen läßt, aber genau das Gegenteil war der Fall. Er ist am ruhigsten, wenn wir alle zusammen sind.

Zu unseren Mädels: Da wir auch züchten, wenn auch nur in kleinem Rahmen, ist eine Kastration naturgemäß kein Thema. Kastriert wurde eigentlich bei uns gar nicht, egal, ob in der Zucht oder nicht. Bis, ja, bis  zu dem Moment, wo wir große Probleme mit unserer damals 12jährigen Malinois-Hündin bekamen. Ich verkürze diese Geschichte. Sie fiel an einem Tag im Herbst in eine Art epileptischen Anfall. Diese Anfälle wiederholten sich, wenn sie wieder etwas zu Bewußtsein kam, ca. alle 10 Minuten. Wir sind mit wehenden Fahnen zu unserem Tierarzt, der erstmal ratlos war. Um den Hund nicht völlig versinken zu lassen, bekam sie schwere Medikamente und nach Stunden beruhigte sie sich langsam.

Es folgten Untersuchungen mit zwei dramatischen Ergebnissen. Schwerer Zucker und eine Gebärmutterentzündung, die dann später in eine Vereiterung überging. Wir mußten Insulin spritzen um den Zuckerwert halbwegs in den Griff zu bekommen, gleichzeitig gab es Antibiotika. Wenn der Zucker auf ein halbwegs normales Maß sinken würde, würde sie kastriert. Ein Risiko, eine alte, geschwächte Hündin zu operieren. Aber, Bambi war zäh. Sie hat die OP bestens überstanden und war ganz schnell wieder auf den Pfoten. Was aber noch viel überraschender war. Es gab einen Zusammenhang zwischen dem hormonellen Ungleichgewicht und dem Zucker. Nach der OP war der Zucker weg, sie mußte deswegen nie wieder behandelt werden und hatte noch zwei wirklich gute Jahre.

Wir haben daraus gelernt: Heute wissen wir, dass da ein direkter Zusammenhang besteht. Um die Hündinnen vor diesem Risiko zu schützen, wägen wir ab und lassen ggf. kastrieren. Für eine späte Kastration spricht für mich auch, dass das Risiko einer Gebärmutterentzündung steigt, weil das Gewebe des älteren Hundes nicht mehr so elastisch ist, und sich die Scheide, die während der Läufigkeit mehr geöffnet ist, danach nicht mehr so fest verschließt, was dazu führen kann, das Bakterien leichter in den Uterus eindringen können.

Link zum Thema: Zucker und unkastrierte Hündinnen

Fazit: Wir brauchen um zusammen zu leben, keine kastrierten Hunde. Es funktioniert auch so. Unseren Rüden interessieren läufige Hündinnen wirklich nur, wenn diese in den Stehtagen sind. Erst vor kurzem hat direkt er nach einer läufigen Hündin trainiert, die zudem noch auf dem Platz in Sichtweite anwesend war. Erst war er etwas unkonzentriert, aber, nachdem er es für sich geklärt hatte, dass da noch nix los ist, hat er seine Konzentration bei der Arbeit gehabt. Ja, bei uns dürfen läufige Hündinnen auch mittrainieren, warum auch nicht, sie sind ja nicht krank und die Arbeit hilft ihnen eher. Die wenigen Rüden, die anwesend sind, trainieren entweder am Anfang oder wie meiner, auch in direktem Kontakt, das kann er und hat er gelernt, er jammert nicht, sucht manchmal und schnüffelt, aber, meistens legt sich das innerhalb von kurzer Zeit und die Konzentration auf die Arbeit ist für mich immer ein sehr gutes Mittel für Jungs wie Mädels, sich abzulenken und Spaß zu haben. Auf den Agi-Turnieren kommt man an diesem Thema eh nicht vorbei, also gehe ich als Hundesportlerin diesem Thema auch nicht aus dem Weg.

Was ist noch spürbar während eines Zykluses der Hündin?

Auch haben wir Hündinnen, die sich in der Zeit der Läufigkeiten verändert haben. Deutliche Scheinträchtigkeiten waren nie unser Thema, aber trotzdem haben die Mädels damit zu tun. Legen sie im gesamten Temperament und ihrer Spiel- und Arbeitsfreude vor der Läufigkeit immer weiter zu, ändert sich dies teilweise massiv in der Zeit danach. Sie sind ruhiger, es wird auch schlechter gefressen und die Tage scheinen immer ein wenig grauer zu sein. Sind die zwei Monate der imaginären Trächtigkeit überstanden, ist die Welt wieder rosig und das Fressen schmeckt.

Vor vielen Jahren bei meiner ersten Parson-Hündin, die sehr selbstbewußt war, habe ich das Thema lange hin und her geschoben und auch mit meinem Tierarzt besprochen. Damals gab es diesen Trend, der aus den USA rüberschwappte, Hündinnen noch vor der ersten Läufigkeit kastrieren zu lassen. Das war mir schon immer unheimlich. Denn ich habe bisher bei jeder meiner Mädels bemerkt, wie sie sich von Läufigkeit zu Läufigkeit verändert haben, erwachsener und stabiler in ihrem ganzen Verhalten und Wesen wurden. Und, das sollte ich ihnen nehmen? Warum? Ich möchte einen erwachsenen, selbstbewußten Hund an meiner Seite und kein Dauer-Baby. Glücklicherweise gibt es heute auch genügend Hinweise und Untersuchungen, dass man auf diesen Trend nicht zwingend mehr aufspringen muss. Mein Tierarzt brachte dann noch ein Argument, welches mich endgültig davon Abstand nehmen ließ: die kastrierte Hündin verändert sich durchaus in ihrem Wesen, besonders bei einer selbstbewußten Dame kann noch ein bißchen was drauf kommen, was nicht immer so angenehm sein muss. Und, ich kann bestätigen, dass Hazel, als wir sie mit 10 Jahren kastrieren ließen, deutlich grummeliger wurde.

Auch diese meine Beobachtungen finden sich in den verlinkten Artikeln wieder.

Ein für mich immer wichtiges Thema: Die Veränderung des Wesens bei einem Kastraten. Dies wird häufig unter den Tisch gekehrt. Fast jeden, den man fragt, sagt: Alles wie immer! Finde ich schon erstaunlich, wenn ich einen Hund mit sechs Monaten oder einem Jahr kastrieren lasse, dies so festzustellen. Als ich früher oft am Grunewaldsee spazieren war, war ich nach einiger Zeit in der Lage relativ sicher, kastrierte Hunde von unkastrierten zu unterscheiden. Mag Zufall gewesen sein, vielleicht aber auch nicht. Die kastrierten Hunde zeigten sich anders im Spielverhalten, in der Kommunikation und wurden auch oft von ihren Artgenossen anders „behandelt“. Ich verweise dabei auch gerne auf unsere mittlerweile verstorbene Malinois-Hündin, die mit unkastrierten Rüden durchaus spielte, der kastrierte Rüde hingegen wurde nicht nur ignoriert, sondern im Zweifel auch verjagt und in keinster Weise toleriert. Sie hat da so offensichtlich einen Unterschied gemacht, dass es schon fast beängstigend in dieser Klarheit war. Kastraten waren nicht akzeptabel.

Ganz besonders schön finde ich auch die emotionale Ebene bei (meistens) Männern. Abgesehen davon, dass ich es wirklich nicht besonders toll finde, meine Hündin oder meinen Rüden ohne Not operieren zu lassen, bin ich immer wieder platt, wie Männer auf die Kastration eines Rüden reagieren. Man könnte glauben, sie würden allesamt mit kastriert. Wenn es nicht aufzeigen würde, wie wenig rational das Thema teilweise behandelt wird, könnte ich auch herzlich lachen.

Was aber defacto so ist:

Eine Kastration löst keine Erziehungsprobleme! Tut es einfach nicht! Erzählt ihnen das ihr Trainer/ihre Trainerin oder ihr Tierarzt? Wenn ja, schade drum. Oft wird der Weg des geringsten Widerstandes gesucht. Die Hoffnung, dass der kastrierte Rüde wie durch Wunderhand auf einmal hört, keine anderen Rüden mehr anstänkert und sich auch von dem kleinsten anwesenden Zwergpinscher poppen läßt, können wir in den Bereich der Märchen verschieben.

„Entsprechende Verhaltensmuster sind daher schon im frühen Welpenalter zu beobachten und relativ unabhängig von der später einsetzenden Hormonproduktion der Hoden. Viel entscheidender bei Rangordnungsproblemen zwischen Hund und Halter sind die Fehler, die der Mensch in vielen Fällen von Anfang an im Umgang mit dem Hund macht. Um solche Probleme zu beseitigen, bedarf es immer einer sorgfältig auf den Einzelfall zugeschnittenen Verhaltenstherapie. Nur bei einem kleineren Teil der Rangordnungsproblemfälle ist die Kastration als unterstützende Maßnahme notwendig und sinnvoll.“

Zitat
Kastration als Lösung von Verhaltensproblemen beim Rüden?
von Dr. Christiane Quandt, verhaltenstherapeutisch arbeitende Tierärztin, Fredersdorf bei Berlin

Ein kastrierter Hund hat auf jeden Fall eine veränderte Stoffwechsllage und neigt dazu, sein Futter besser zu verwerten. Das er aber deshalb ruhiger würde steht da nicht bei. Er wird vielleicht dicker und dann ruhiger.

Wobei, auch dies können wir nicht bestätigen. Beide kastrierten Hündinnen sind superschlank, fressen gerne und viel und nehmen nicht zu. Wir müssen nicht auf die Futtermengen achten, höchstens dabei, dass sie genug bekommen und nicht abnehmen. Warum auch immer das so ist, wir wissen es nicht.

Keine unserer Hündinnen hatte bisher jemals mit Krebs zu tun, wir wollen hoffen, dass das so bleibt. Nach der Kastration hatten wir bisher auch nie Probleme mit Inkontinenz. Vielleicht hatten wir Glück oder gute Operateure. Was sich deutlich verändert hat, war und ist die Fellqualität. Das Fell wird weicher und wolliger, die Hunde haaren allesamt viel mehr und die Unterwolle nimmt überdurchschnitllich zu, was bei einer Hündin auch zu vermehrtem Juckreiz geführt hat. Bei dieser Hündin können wir aber auch beobachten, dass sie durch die Folgen der Läufigkeit früher immer etwas sehr mitgenommen, dies jetzt nicht mehr hat und sie einfach in sich stabil ist.

Mein Fazit ist: Ich lasse meine Hunde nur kastrieren, wenn es unumgänglich ist, also es eine gesundheitliche Indikation vorliegt. Vorher lasse ich meinen Hunden immer die Zeit ihre Entwicklung, auch ihre Themen zu erleben, erwachsen zu werden und ihr Wesen auszuprägen. Würde es in jungen Jahren massive Gründe für eine Kastration geben (z.B. starke Scheinträchtigkeiten, Gebärmutterentzündungen, schnell wieder kehrende Läufigkeiten bei denen der Körper und die Psyche der Hündin keine Möglichkeit hat, sich zu regenerieren) würde ich dies mit einem Arzt meines Vertrauens besprechen und abwägen.

Kastration – fahrlässige oder vorsätzliche Körperverletzung

Ich würde nie einen Hund aus eigener Bequemlichkeit kastrieren lassen, seien es etwaige Erziehungsprobleme, die man abstellen möchte oder die blutende Hündin, die mehr Arbeit macht. Dies ist für mich eher ein Indiz, so hart das jetzt klingt, dass diese Hunde eben mitlaufen und funktionieren sollen/müssen, es wird versucht, sie zu deckeln, damit man nicht so viel Zeit in Erziehung oder Pflege investieren muss. Die Hunde, die aus gesundheitlichen Gründen kastriert werden müssen, diese Zahl ist, glücklicherweise im Verhältnis dazu sehr klein.

Was ich immer sage, wenn mich jemand um Rat fragt: Du weißt, was du hast, du weißt nicht, was du bekommst! Ist der Hund kastriert, ist es unumkehrbar.

Die gesundheitlichen Folgen und Vorteile kann man in dem nachstehend verlinkten, für mich zur Zeit einer der lesenswertesten, Artikel nochmals nachlesen.

Die Kastration beim Hund – Ein Paradigmenwechsel

Um den netten Doktor zu zitieren: Bleiben Sie uns gewogen (mag ich sehr) und halten Sie durch (beim Lesen).

 

 

 

 

Welche Fragen sollten Sie klären?

Sie haben sich über das Internet und ggf. einen Zuchtverband erkundigt und einige Züchter in die engere Wahl genommen. Meistens ruft man dann als erstes an und stellt die Fragen, die über die Homepage vielleicht nicht geklärt werden konnten. Diese Vorgehensweise empfinde ich als vollkommen selbstverständlich und bin – selbst Züchterin – eher positiv eingestellt – wenn man mich persönlich kontaktiert.

Als interessierter Mensch möchten Sie in diesem Gespräch einige Fragen klären und, so ganz nebenbei, merkt man ja auch, ob man sich evtl. sympathisch ist.

Ich habe nachfolgend ein paar Fragen zusammengestellt, die weder genau so, noch in der Anzahl so gestellt werden müssen, sie geben Ihnen vielleicht einen Eindruck davon, was man einen Züchter alles fragen KANN.

Wenn Sie es nicht bereits über eine Züchterhomepage erfahren konnten, ist die erste Frage: Gibt es zur Zeit Welpen?

Wenn ja, fragen Sie nach dem Wurfdatum und der Wurfstärke und ob noch Welpen frei sind.  Sind noch Welpen frei, fragen Sie nach dem Geschlecht und nach dem Verhalten des Hundes bzw. warum der Welpe noch frei ist.

Und natürlich, wann das voraussichtliche Abgabedatum sein wird. Frühestmöglicher Abgabetermin ist mit acht Wochen, einige Vereine geben erst später ab.

Fragen Sie nach Haarqualität (falls schon gut erkennbar) und nach den Abzeichen und wie viel Farbe die Welpen haben. Beim Parson (Jack) Russell Terrier ist die Farbpalette von weiß, über rot-weiß, lemon-weiß, tricolor, schwarz-weiß in unterschiedlichster Kombination und Menge sehr facettenreich vorhanden – gestromt oder mehr als 50% Farbe sind allerdings nicht gestattet.

In Deutschland besteht Kupierverbot von Ruten (und Ohren) – Ausnahme: Jagdliche Leistungszuchten! Fragen Sie also ruhig nach, ob die Welpen kupiert sind – sollte dies der Fall sein und der Welpe stammt aus keiner jagdlichen Zucht, sollten Sie durchaus nachfragen, warum dies so ist. Kupierte Ruten sind verboten und deshalb würde ich an dieser Stelle Abstand vom Kauf nehmen.

Erkundigen Sie sich nach dem Zwingernamen und nach dem aktuellen Buchstaben (für die Namensgebung) bei diesem Wurf. Hier können Sie vielleicht sogar noch den Namen ihres Welpen mitbestimmen.

Gibt es bei diesem Züchter zur Zeit mehrere Würfe. Wenn ja, erkundigen Sie sich, ob es Würfe der gleichen Rasse sind und wie viele Zuchthündinnen der Züchter hat. Dies muss überhaupt kein Problem darstellen, weil bei Züchtern mit mehreren Hündinnen, sich die Läufigkeiten oft angleichen und es durchaus Sinn macht, diese (natürlich so, dass es händelbar ist) gleichzeitig zu belegen, was auch den Welpen (mehr Spielpartner) zu Gute kommt. Kann aber leider auch ein Hinweis sein, der nicht positiv ist. Hier also nachfragen, der Züchter, der hier gerne und problemlos Auskunft gibt, hat sicherlich auch keinen Grund etwas zu verbergen. (Hier bitte noch mal lesen: Welcher Züchter?) Hier sollten Sie sich dann vor Ort einen Eindruck verschaffen, wenn alle anderen Fragen zur Ihrer Zufriedenheit beantwortet wurden.

Wenn nein, dann fragen Sie nach dem nächsten geplanten Wurf und nach den Eltern dieses Wurfes.

Fragen Sie nach, wie die Welpen geprägt werden, was der Züchter hier unternimmt.

In welchem Verband ist der Züchter Mitglied? Haben Sie die Züchteradresse nicht von einer Welpenvermittlung, fragen Sie hier nach und erkundigen sich über diesen Verband.

Fragen Sie ruhig nach Ausstellungserfolgen oder Leistungskennzeichen. Ein Hund z.B. aus reiner Leistungszucht kann hohe Anforderungen an einen Ersthundebesitzer stellen, während bei reinen Schönheitszuchten manche rassetypische Eigenschaft schon etwas in den Hintergrund tritt. (kann, muss nicht….)

Deshalb immer gut nach den Eigenarten der Welpen (wenn schon erkennbar) fragen! Ein Züchter kann ab einem bestimmten Alter der Welpen meist schon gut abschätzen, wie sich der Charakter des Welpen darstellt. Noch einfacher ist soetwas, wenn Sie den Züchter besuchen und mehr Zeit mitbringen.

Daraus ergibt sich gleich die nächste Frage: Wie schätzt der Züchter das Wesen der Mutter ein? Natürlich ist jeder Züchter ziemlich begeistert von seiner Hündin, aber durch seine Beschreibung können Sie oft schon erkennen, worauf er besonders Wert legt. Das Gleiche gilt natürlich für den Deckrüden, der aber oftmals nicht im Besitz des Züchters ist, so dass die Beschreibung desselben durchaus neutraler ausfallen kann.

Wenn Sie denn dann den Züchter besuchen: Ist es möglich Mutter und Welpen zu sehen. Unter normalen Umständen ist dies bei seriösen Züchtern immer möglich, ein Hundehändler hingegen hat die Mutter der angebotenen Welpen meist nie gesehen. Wird dies – ohne plausible Erklärung – abschlägig beantwortet, brauchen Sie gar nicht weiterfragen.

Fragen Sie, ob Sie die Ahnentafel der Mutter/Eltern sehen können. Zumindest die Papiere der Mutter müssen da sein, sonst s.o. (Ende der Vorstellung). – Achten Sie bei den Papieren auch darauf, was für ein Rassezuchtverband die Papiere ausgestellt hat. Es gibt hier einige Phantasiepapiere, die leider das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen. Haben Sie Zweifel, schreiben Sie sich den Verband auf und erkundigen sich dann später danach. Sehen Sie Papiere vom VDH (KFT oder PRTCD) oder aus der FCI können Sie sich jederzeit bei diesen Verbänden erkundigen.

Fragen Sie auch nach Impfungen und Entwurmungen, welche, wie oft und wann? Und natürlich, ob der Nachweis darüber in einem Impfpass geführt wird.

Wann wird die Ahnentafel des Welpen übergeben? Dies erfolgt meist erst nach Abgabe des Welpen, weil die Wurfabnahme erst mit der 8. Woche erfolgt, dann aber die Welpen schon abgegeben werden. Die Übersendung der Papiere kann also länger dauern, was aber völlig normal ist.

Ach ja, und der Preis, natürlich, auch wenn dies nicht im Vordergrund stehen sollte bei der Anschaffung eines Hundes, der wohl so um die 10 bis 15 Jahre lebt, müssen Sie hierzu schon fragen. Die Rasseverbände geben Preise in engen Bahnen vor, erkundigen Sie sich vor diesen Gesprächen, wie die Preise üblicherweise sind, damit Sie Ausreißer nach oben oder unten gleich bemerken. Lassen Sie sich bitte NIEMALS über einen günstigen Preis ködern. (Hierzu gibt es auch noch ein sehr nette Aufstellung, die ich auf einer Homepage fand und bei der man mir gestattet hat, sie zu verwenden.)

Leider wirkt dieser Ablauf jetzt sehr schematisch, im wirklichen Leben wird sich hoffentlich schnell ein nettes Gespräch entwickeln, in dem Sie feststellen, dass sie schon an der richtigen Adresse sind. Je mehr Fragen Sie beantwortet bekommen und je mehr Sie über die Philosophie erfahren um so besser.

Und noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Lassen Sie sich nicht bedrängen und nehmen Sie sich die notwendige Zeit um ganz sicher zu gehen. Ein persönlicher Kontakt ist unumgänglich, denn auch ein noch so sorgfältig und genau geführtes Telefonat, ersetzt nicht den tatsächlichen Augenschein. Hundekauf ist Vertrauenssache!

FAQs

Die FAQs sind einige Fragen, die immer wieder aufgetreten sind und die wir Christine Tust, Anja Glück und meine Wenigkeit vor einigen Jahren beantwortet haben. Da diese immer noch Relevanz haben, denn die Rasse hat sich ja nicht grundlegend geändert, werden sie nachstehend aufgeführt.

Sie finden hier folgende Themen:

Welpen – Wie oft müssen sie raus und  wie lange kann man sie alleine lassen?

Dies ist mit Abstand der am häufigsten auftretende Fragenkomplex – weiterführend wird das Thema Stubenreinheit unter  „Stubenrein“ erläutert.

Welpen werden ca. nach der 8. Lebenswoche abgegeben. Die ersten Wochen  sind dann für die neuen Besitzer ziemlich stressig, denn der Welpe muss nun lernen, dass er nicht in die Wohnung machen darf und muss dazu      anfangs alle 1 – 2 Stunden rausgebracht werden. Junge Hunde sind  sehr gelehrig und begreifen schnell, was man von ihnen will, aber auch dann kann man sich auf einen zwei Stunden-Rhythmus einstellen für die erste Zeit. Sie können einfach nicht länger aushalten! Das heißt allerdings nicht, dass man den Hunden zwingen muss, wenn er z.B. schläft, dass er dann geweckt wird, um ihn rauszubringen. Wenn er schläft, dann wird schon nichts passieren, kritisch wird es erst,  wenn der Kleine wach wird, dann ist schon Eile geboten.

Nach und nach werden die Abstände größer, kleine Missgeschicke  passieren aber schon noch einmal (z.B. beim intensiven Spielen oder nach dem Fressen), darauf muss man sich einrichten. Dann nicht zu sehr schimpfen,      schnell rausgehen mit dem Hund.

Im Alter von 6 Monaten können die Hunde schon nachts etwa 8 – 9 Stunden durchhalten  und einen Tagesrhythmus von vielleicht drei oder vier Stunden einhalten.

Dies gilt nie für alle Hunde, jeder Hund ist da unterschiedlich,  das sind alles nur „pie-mal-Daumen“-Regeln! Wir haben schon  von Welpen gehört, die innerhalb von einer Woche  „stubenrein“ waren, so etwas gibt es, aber heißt nur: Der Welpe  hat verstanden, dass er nicht in die Wohnung machen soll – die Möglichkeit,  woanders zu machen, müssen Sie ihm geben, sonst ist bei allem guten Willen ihres Babys das nächste Malheur vorprogrammiert.

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Einen Welpen sollte man zunächst gar nicht alleine lassen.
Sie haben dann große Verlassensängste und werden zwangsläufig  heulen oder suchen Trost im „Möbelzerschreddern“ oder „Abtapezieren“. Man muss ihm erst ganz langsam beibringen, dass ihm nichts passiert und man immer wiederkommt. Hunde sind Rudeltiere,      die sich nun einmal am wohlsten fühlen, wenn ihr „Rudel“ immer  komplett ist.

Trainieren kann man zum Beispiel durch den Gang zum Mülleimer, zum  Briefkasten, in den Keller, dann zum Zeitungshändler, Bäcker, etc…

Sie sollten also mit Mini-Sequenzen anfangen und diese langsam steigern.

Schleichen Sie sich nie einfach davon!! Dann muss der Hund ja Angst bekommen, dass Sie ihn verlassen wollen. Machen Sie ein Ritual aus dem Weggehen, dass er sich merken kann. Z.B. lassen Sie ihn sitzen (wenn er es schon kann) und sagen: „Ich komme gleich wieder, sei schön brav“.  Sie können auch „Pudelmütze“ sagen, das ist dem Hund wurscht, aber lassen sie es zu einer wiederkehrenden Handlung werden, die er erkennen kann. Und loben Sie ihn, wenn er artig gewesen ist. Wenn er anfängt zu jaulen, Abstände wieder verkürzen und vor allem nicht „trösten“ wollen. Denn damit bestätigen Sie dem Hund, dass es ihm schlecht ging und er wird es nächstes Mal wieder tun. Gehen sie auf Jaulen nicht ein. Wenn möglich, gehen Sie erst wieder zu dem Hund, wenn er nicht mehr jault und loben ihn dann ganz doll. Belohnen Sie also sein Aufhören!

Wenn man ihnen Zeit gibt, lernen die meisten Hunde, einige Zeit alleine zu bleiben.

Dennoch sollte man sich klarmachen: Ein Hund sollte regelmäßig nie länger als ca. 5 Stunden alleine zu Hause bleiben!!! Wenn man einem Hund das nicht bieten kann, sollte man sich keinen anschaffen.  Und, wenn man schon einen hat und die Lebenssituation sich so verändert,          dass der Hund mit einem Mal alleine bleiben muss, sollte man sich an einen Hundeauslaufservice o.ä. wenden, um dem Hund noch ein halbwegs artgerechtes Leben zu bieten. Mehr dazu unter: Stressfreie Erziehung zum Alleinebleiben!

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Oder ist ein erwachsener Hund vielleicht besser  für mich geeignet?

Kann ich die Anfangsarbeit bei einem Welpen nicht leisten, sollte man sich nach einem erwachsenen oder zumindest schon einige Monate alten Junghund      umsehen. Das hat auch viele Vorteile, denn der Züchter – oder das Tierheim oder die Pflegestelle – können dann schon recht zuverlässige Aussagen über den Charakter machen und man kann oft einen Spaziergang mit dem Tier machen, um sich kennenzulernen und den Hund im Umgang mit anderen Hunden/Tieren/Menschen/Kindern beobachten.

Auslauf

Ein PJRT ist von der Veranlagung ein Arbeitshund und braucht als solcher viel Beschäftigung, nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Ca.  zwei Stunden Auslauf am Tag (mindestens eine Stunde am Stück richtig laufen können) sollte so ein Hund bekommen. Kann man nicht ganz so viel laufen (weil man mit Grippe im Bett liegt o.ä.) kann man hier Abhilfe durch vermehrtes Spielen zu Hause verschaffen.

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Rüde oder Hündin

Rüden sind dominant und Hündinnen ergeben ? Falsch!

Jackys sind grundsätzlich temperamentvolle Hunde – unabhängig vom Geschlecht. Es gibt immer dominantere und weniger dominante.

Bei einem  Rüden muss man sich evtl. auf kleine Machomanieren (z.B. verteidigt  eine Freundin gegenüber anderen Rüden) einstellen, Hündinnen können evtl. ein bisschen zickig sein (wie bei allen Hunderassen).

Der Vorteil eines Rüden: er wird nicht läufig. Nachteil, sie müssen jedes Mal mindestens (!) eine halbe Stunde pro Spaziergang  einplanen, weil er an jedem zweiten Baum ein bisschen pieselt (Revier markieren).  Außerdem werden einige „kopflos“, wenn läufige Hündinnen in der Nähe wohnen.

Der Vorteil einer Hündin: Sie laufen den Rüden nicht hinterher,  erledigen ihre Geschäfte zügiger (auch hier gibt es welche, die ihr Revier markieren, meist dominante Hündinnen). Oftmals sind sie nicht ganz so große Rabauken wie ihre männlichen Verwandten.

Nachteil ist hier die Läufigkeit (in der Regel zweimal im Jahr), wobei nur die Stehtage kritisch sind (evtl. sollte man sich eine Kastration überlegen).

Manche Menschen finden Rüden kerniger oder Hündinnen freundlicher,  das sind meist Erfahrungswerte mit nur wenigen Hunden.

Generell sollte man mit den Züchtern ein ausführliches Gespräch führen, welcher Welpe welche Charaktereigenschaften zeigt und danach entscheiden. Der Charakter des Hundes sollte zum Menschen passen (z.B.  ein Mensch der Agility machen möchte sollte keinen nervösen oder ruhigen Hund nehmen etc.), dann ist das Geschlecht egal. (Weiterführende Informationen zum Thema Auswahl des Züchters)

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Glatt- oder rauhaarig?

Das kann man bei einem Welpen selten genau bestimmen, höchstens aus der Erfahrung eine Vermutung abgeben. Es gibt glatthaarige Welpen aus zwei  rauhaarigen Elternteilen und rauhaarige aus nahezu glatthaarigen Eltern.  Oftmals zeigt sich ca. ab der 12. Woche eine Tendenz, manche Hunde ändern  ihre Haarqualität allerdings noch nach 6 Monaten. Man kauft eine Art „Wundertüte“.

Sprechen Sie auch hier mit den Züchtern, sie können Ihnen vielleicht sagen, ob diese Hündin bisher nur rauhaarige Welpen gebracht hat (etc.),  aber eine Garantie kann Ihnen keiner geben.

Farbe?

Die Farbe, weit ausgedehntes Kapitel: Grundsätzlich ist es so, dass ein JRT als Grundfarbe weiß haben sollte. Dazu kommen braune, schwarze  oder helle (fast gelbliche) Flecken.

Es ist nicht richtig, dass „wahre“JRT nur die dreifarbigen sind.

Es ist nicht richtig, dass JRT nicht weiß-schwarz sein dürfen  oder weiß-braun sein müssen.

Es ist Unsinn, dass Flecken an bestimmen Stellen sitzen müssen.

Es ist kein Manko, wenn der Hund keine Pigmente am Augenlid aufweist.

Warum: Ganz einfach, der JRT ist zur Fuchsjagd bestimmt. Er soll mehr weiß als Farbe aufweisen, damit man ihn nicht mit dem Fuchs verwechseln  kann, aber ansonsten ist es dem „Terrierman“ (und dem Fuchs)  wurscht, wo und welche Farbflecken der Hund hat.

Welche Zeichnung man bevorzugt, hängt einfach vom persönlichen Geschmack ab.

Die Farbenlehre ist übrigens ein spannendes und komplexes Thema, ich habe darüber auch in meinem Buch ein Kapitel verfaßt :-).

Die Kosten

Achja, dann die Frage nach den Kosten. Der Welpe, der Tierarzt, die   Hundesteuer, Versicherung, Futter, Zubehör….usw.

Grundsätzlich läßt sich sagen, dass die Anschaffung nur ein kleiner Teil der Kosten ist, die im Laufe der Jahre auf sie zukommen werden. Über den Daumen gepeilt, kostet ein Parson-Jack-Russell-Terrier von einem anerkannten Züchter zwischen 750,– und 1.500,– € wobei auch hier sicherlich noch Schwankungen von Züchter zu Züchter oder regional festgestellt  werden können.

Die Folgekosten sind aber sicherlich der Teil, der wesentlich mehr ins Gewicht fällt. Tierarzt mit Impfungen und Behandlungen machen,  neben dem Futter, einen großen Posten aus, hier würde ich, gerade wenn der Hund noch jung ist, mit mehr Kosten rechen, ca. 30,00 € pro  Monat. Hat sich ihr Baby erstmal konsolidiert, kommen nur noch die Impfungen (einmal pro Jahr) und gelegentliche Wehwechen hinzu.

Die Ernährung. Kein Hund sollte sich ihre Nahrung mit Ihnen teilen  und zum Resteverwerter werden. Speziell zusammengestellte und auf den jeweiligen      Energiehaushalt eines Hundes abgestimmte Hundenahrung ist nicht so teuer und der Hund wird es Ihnen mit einer langen Gesundheit danken. Hier kann      ich kaum eine Hausnummer angeben, aber ich denke zwischen 1,00 bis 2,00 € (für unsere Zwerge) täglich ist vorstellbar.

Versichert werden muss der Hund auch, eine Hundehaftpflicht ist zwischen ca. 60,00 und 150,00 € pro Jahr erhältlich und auf vielen Hundeplätzen Pflicht. Bei Listenhunden gelten andere Preise, oder sie werden auch bei vielen Gesellschaften  gar nicht angenommen.

Die Hundesteuer: Die ist von Stadt und Region her ganz unterschiedlich, in Berlin kostet ein Hund bald vielleicht 150 € pro Jahr, in ländlichen  Gebieten ist es oft weniger.

Und haben Sie sich überlegt, wo der Hund untergebracht wird, wenn Sie verreisen und Sie ihn nicht mitnehmen können, auch hier können  Kosten auf Sie zukommen. Und auch die Unterbringung am Urlaubsort kostet      evtl. mehr, die Bahnkarten usw.

…und der ganze Zusatzbedarf: Das ist das, was wir alle so gerne einkaufen, Spielzeug, Knochen, Decken, Körbe, Käfige, Näpfe, Leinen und Halsbänder undundund. Hier gibt es nach oben keine Grenze.

… und ein ganz wesentlicher Faktor: Egal, was der Hund geldlich kostet, er  „kostet“ Zeit, er braucht Aufmerksamkeit und die lässt sich  nicht kaufen, sondern die muss man sich nehmen, gerade ein Jack-Russell in  seinem ersten Lebensjahr ist sehr anspruchsvoll, investieren sie hier viel,  werden Sie dafür später doppelt und dreifach belohnt.

Sicherlich wiederholen wir uns hier, aber unserer Meinung nach, ist einer  der wichtigsten Faktoren für die Anschaffung eines Hundes: Haben Sie die nötige Zeit, sich einem jungen Hund zu widmen und hier sprechen  wir, wie Eingangs schon erwähnt davon, nicht von den kurzen Gassigängen oder von einem Laufenlassen im Garten, sondern von Dingen wie Hundeschule, Üben,  Spaziergänge, die mit An- und Abfahrt gerne zwei Stunden und mehr brauchen und vieles mehr.  Seien Sie sich selbst gegenüber ehrlich, und schätzen Sie ab, wie viel Zeit Sie wirklich in Ihrem Tagesablauf erübrigen können. Eine ganz sachliche Bestandsaufnahme wird Sie und den Hund davor bewahren, dass es dann doch nicht klappt.

Nicht berücksichtigt wurden Fragen: Wie finde ich den richtigen Züchter? Hierzu gibt es ein eigenes Kapitel Züchterauswahl.

So, genug der vielen, vielen Worte: Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Bestandsaufnahme und noch viel mehr Freude mit Ihrem neuen Gefährten und hoffen, dass wir Ihnen mit dieser Auflistung ein paar der dringensten Fragen beantworten konnten.

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(Erb)-Erkrankungen

Jede Rasse und auch Mischlinge sind mit genetischen Mutationen belastet. Der Rassehund aufgrund seines kleineren Genpools häufig mit bestimmten Krankheiten, die für seine Rasse als typisch gelten, der Mischling vereint alles, was er an Genen in sich trägt, also auch oft ebenfalls einige unerfreuliche „Gendefekte“.

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Anschaffung

Die Anschaffung eines Hundes ist oft ein langer Prozess, der manchmal über Jahre hinweg reift, hin und wieder dauert es aber auch nur ein paar Minuten und man ist auf einmal – eher plötzlich – Besitzer eines niedlichen kleinen Hundchens.

Es gibt keinen Königsweg, ich kenne Menschen, die haben sich aus einer Laune heraus einen Hund angeschafft und entwickelten sich dann zu absoluten Hundefreaks mit dem vollen Programm, was man durchlaufen kann. Andere wiederum planen, organisieren und sind dann trotzdem nicht in der Lage, die Realität zu bewältigen, diesen manchmal so aufreibenden Alltag, wenn ein Hund in´s Haus kommt.

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen: Mir persönlich ist es immer lieber, wenn sich jemand schon vorher viele Gedanken macht, als dann, wenn der Welpe oder Hund da ist, festzustellen, dass ein Hund nicht in´s Leben paßt. 02032013_hunde-210

Aber woran liegt es eigentlich, dass Menschen doch so oft auf Probleme stossen, wenn ein Hund, oder gehen wir mal von einem Welpen aus, in ihr Leben kommt?

Ich glaube mittlerweile recht fest daran, dass die Diskrepanz zwischen idealisierter Wunschvorstellung und der nüchternen Realität oft sehr weit auseinander klafft und sich dadurch wohl auch diese Hilflosigkeit erklären läßt, die so oft zu beobachten ist. Nicht, dass man seinen Hund nicht lieben würde, nein, nein, aber, wenn man ihn doch nur besser verstehen könnte.

Wenn Sie also einen Hund anschaffen, dann seien Sie sich sicher, er rüttelt ihr Leben durcheinander, nichts bleibt so wie es war. Natürlich ist der Welpe niedlich, ja, aber das ist ja nur ein Teil des Ganzen. Der Welpe ist niedlich ….. UND

  • er ist nicht stubenrein –
  • er knabbert, ach was sag ich, beißt auf ihren Händen rum –
  • er schreit nachts –
  • er verschönert die Möbel, weil er Tischler werden möchte –
  • er kann nicht alleine bleiben –
  • er frißt die Zimmerpflanzen auf –
  • er liebt das sogenannte Abtapezieren –
  • er klaut ihre Strümpfe und frißt sie auf –
  • er klaut eigentlich alles, was man sich vorstellen kann –
  • er jagd die Katze, bewacht das Meerschwein und dreht äußerst geschickt die Schildkröte auf den Rücken  –
  • er pieselt, wenn Besuch kommt –
  • er hat als erster in der Familie die undichte Stelle im Zaun gefunden –
  • er schafft es auch als einziger in der Familie mit seiner Beute unter´s Bett  –
  • er randaliert so laut in seiner Box, dass sich die Nachbarn beschweren –
  • es ist besonders verdächtig, wenn man den Welpen weder sieht noch hört –
  • er ist eigentlich besonders süß, wenn er schläft
  • usw.

Diese Liste kann beliebig erweitert, ergänzt werden und die Zimmerpflanzen können Sie mit ihren Beetpflanzen im Garten austauschen, wenn Sie welche besitzen. Diese Liste ist natürlich mit einem ordentlichen Schmunzeln geschrieben, denn natürlich campinotreffen nur in den seltensten Fällen alle Punkte auf einen einzigen Welpen zu, aber  an das eine oder andere wird man sich vielleicht erinnern können … und froh sein, dass man heute mit seinem Hund ein Team ist.

Aber aller Anfang ist oft schwer: Ein Welpe macht, wenn er wach ist, in ihren Augen viele Dinge, die Ihnen erstmal unverständlich sind oder eben auch dazu führen, dass sie ihn ständig im Auge behalten wollen! Für ihn aber, und das ist ganz wichtig: Er lernt seine Welt kennen, er ist ein Hundebaby, er kann nicht anders, er lernt durch Ausprobieren und Korrekturen unsererseits! Er ist neugierig, verspielt, fühlt sich mal alleine und winselt, weil ja Mama und Geschwister weg sind und weiß noch nicht, dass er doch im Garten sein Geschäftchen machen soll.

Während also der süße kleine Knopf seine Welt kennenlernt, treibt er den Ersthundebesitzer oft in die Verzweiflung. Signale werden falsch gedeutet, Reaktionen erfolgen zu spät oder falsch und nachts möchte man doch einfach mal schlafen, weil man am nächsten Tag ja auch noch ein anderes Programm auf dem Zettel hat, als nur dem Welpen hinterher zu wuseln.

Verständlich möchte man sagen. Ja, ist es auch, jeder von uns, der schon einen Welpen großgezogen hat, hat schon morgens diese nagende Erschöpfung gespürt  – wenn man nach einer nächtlichen Session bei 0 Grad Außentemperatur im Bademantel im Garten stand und dem Welpen zuflüsterte: Sei schön brav! oder Mach Pisi! oder so ähnlich, immer in der Hoffnung, dass dies schnell geschehen möge, man daraufhin in geflüsterte Lobeshymnen ausbricht (die Nachbarn dürften zu diesem Zeitpunkt hoffentlich schlafen, damit man nicht diese unausgesprochenen Zweifel am Geisteszustand im nächsten Gespräch unterschwellig spürt), um dann mit dem Wunschgebet wieder in´s Bett zu sinken, dass es das letzte Mal für diese Nacht war und man schnell wieder einschläft. Der kleine Knopf hingegen ist schon wieder im Welpenschlummerland und findet das eigentlich alles ganz in Ordnung.

Und das ist das Tolle: Der Wicht ist nämlich am nächsten Tag ganz fit und munter, während man selbst noch die Streichhölzer für die Augen sucht und sich fragt, wie man es wohl schaffen soll, den Wicht, die Kinder, die Arbeit, den Einkauf etc. unter einen Hut zu bekommen, ohne den Zwerg unbeaufsichtigt  zu lassen.

Und das ist erst der Anfang! Hat sich der Ersthundbesitzer da durch gebissen, folgen z.B.: Trotzphase, Zahnwechsel, Rüpelphase, erste Läufigkeit, Gejohle bei jungen Rüden, erste Jagderfolge, Raufereien mit anderen Hunden usw.usw. – seien Sie sicher: Irgendwas wird sein!

Wie Sie dann erleben werden, fällt das Verständnis für diesen kleinen Wicht nicht vom Himmel, weder Welpe noch Mensch sind wie füreinander bestimmt geboren, sondern jedes Gespann muß sich erstmal aneinander gewöhnen. Der Mensch muß lernen seinen Hund zu verstehen und sein Leben so einzurichten, dass der Hund auch seinen Platz darin erhält und der Hund lernt die Welt der Menschen kennen und lernt ebenfalls mit jedem Atemzug seines so jungen Lebens.  Und, wenn  Sie das alles hinter sich haben, dann haben Sie Ihren Traumhund und der Hund ein tolles zu Hause, in dem man ihn als Hund schätzt und versteht.

Es soll ein Parson sein?

Es soll also ein Parson Russell Terrier werden?

… dann hier ein einige Aussagen zu seinem Wesen…
Die Anregung enstammt einem Artikel auf Jack Russell Terrier Club of America aus dem Jahre 2002, was sicher einiges zu bedeuten hat, denn auch in den USA avancierte der PRT in unglaublicher Geschwindigkeit zu einem sog. Modehund, mit allen Problemen für die Hunde selbst und Auswirkungen auf die Zucht. (Hinweisen muss ich aber auch darauf, dass Hundehaltung in den USA etwas anders betrieben wird.)


Immer wieder bewegte uns, Parson – und Jack Russell – Terrier – Besitzer- und Fans, die Frage,wie kann man Käufer und Interessierte der Rasse vor ihrem Kauf umfassend aufklären, ohne ständig einen erhobenen Zeigefinger zu entdecken und wie das Ganze verpacken, ohne zu theoretisierend zu sein.

Keine leichte Aufgabe, denn wie wir feststellen mussten, kann kein Buch und kein Artikel und manchmal noch nicht mal das direkte Gespräch mit kompetenten Menschen, die reale IMGP2815Situation widerspiegeln, wenn ein Welpe dann tatsächlich in der Familie ankommt. Wir werden es trotzdem in Angriff nehmen, denn wir wollen unterstützen, auch beraten und vor allem dazu beitragen, das Mensch und Hund zusammen glücklich und zufrieden werden und nicht umgekehrt.

Die erste Frage, die sich vielleicht jeder von Ihnen stellen sollte, ist:

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen Parson – oder Jack Russell Terrier anzuschaffen bzw. als für sie geeigneten Hund anzusehen?

Haben Freunde oder Bekannte einen und dieser gefällt ihnen so gut, das sie auch gerne einen hätten? Das sind an sich gute Voraussetzungen, denn dort haben sie wahrscheinlich kompetente Ansprechpartner, weil diese schon Kinderkrankheiten, Trotzphasen und erste Schritte der Erziehung durchleben „durften“. Noch besser wäre es sicherlich, mehrere Ansprechpartner zu haben, denn nicht nur jeder Mensch, sondern auch jeder Hund ist anders.

Brenda1Oder sie haben nach einer für sie geeigneten Rasse gesucht und sind dabei, vielleicht im i-net oder in einer Zeitung über die Rassebeschreibung des Jackys gestolpert?

Oder Sie haben, wie zur Zeit häufig zu beobachten, einen Jacky in der Werbung gesehen, evtl. in einer Zeitschrift, einem Prospekt oder im Fernsehen. Niedlich sind sie ja, keine Frage, aber wer kann ihnen jetzt die Fragen beantworten, was noch hinter dieser süßen Fratze stecken könnte, denn darüber muss man sich im klaren sein: Jackies, die in der Werbung oder im Fernsehen zu sehen sind, müssen gut trainiert und ausgebildet sein. Nichts von dem, was sie dort sehen, hat mit dem wirklichen Zusammenleben zwischen Mensch und Hund zu tun. Dem voran gegangen ist harte Arbeit, Ausdauer, viel investierte Zeit und normalerweise auch Geld.

Nachstehend stellen wir einfach mal ein paar Eckpfeiler des Charakters zusammen, die sie alleine oder mit ihrer Familie durchgehen können. Wenn Sie diese Aussagen für sich beantworten mit: „Das war mir klar!“ bzw. „Das war mir vielleicht so nicht klar, aber ich habe genug Power und Durchhaltevermögen um mit Eventualitäten zurecht zu kommen!“, dann sind sie vielleicht ein zukünftiger Jacky-Besitzer, der das Potential, was in diesen „großen Hunden in kleinem Körper“ steckt, zu schätzen weiß und daraus was macht. Und natürlich ist nicht jeder Jacky gleich, manche z.B. sind eher etwas ruhiger und umgänglicher, andere doch eher schon sehr aktiv und selbstbewusst zur Welt gekommen. Die Palette ist vielfältig, aber wie genau sich ein Welpe entwickelt, kann man nie sagen, vieles hängt dann von ihnen und ihrer Erziehung ab.

Parson (Jack) Russell Terrier

…. sind vor allem eins: Jagdhunde, deren Charakterzüge und Eigenschaften (Graben, Verbellen, selbständiges Arbeiten, Fährtensuche) sie zu exzellenten Solitärjägern machen. Dieses sind keine schlechten Charaktereigenschaften, sondern über Generationen hinweg Indizien für hervorragende Jagdhunde.

…. sie sind weiterhin für die Bauarbeit gezüchtet, d.h. das Stellen und Verbellen einer Beute, z.B. Fuchs gehört zu ihren Aufgaben! Gibt man ihnen keine adäquaten Ausgleich für ihren Bewegungs- und Arbeitstrieb suchen sich die süßen Kleinen ein anderes Ventil. Autos und Fahrradfahrer jagen, wildern, 14379893lj„Beschützer der Welt“ und vor allem der eigenen Familie sein usw. – dem Erfindungsreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt.

… sie sind wirklich große Hunde in einem kleinen Körper, was ein großes Kompliment ist. Aber eben auch beinhaltet, dass sie häufig an einem großen Selbstbewusstsein „leiden“, bzw. ihr Drang nach Beschäftigung dem auch angepasst ist.

… ja, und sie haaren auch, alle Felltypen, die kurzhaarigen mehr als die rauhaarigen, die aber Zeit ihres Lebens professionelles Trimmen benötigen.

…. ach ja: Die Größe des Hundes sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass sie auch erzogen werden müssen. Und nicht nur das, sie benötigen eine konsequente, liebevolle und hin und wieder auch strenge Erziehung, die nie endet. Jackies sind zu intelligent, als das sie irgendwann einmal aufhören würden, ihre Grenzen auszuloten. Je nach Temperament und P7287948Selbstbewusstsein kann dies recht auffällig, aber auch sehr subtil passieren – auch hier paart sich die Intelligenz mit einer hohen Flexibilität, sich auf den Besitzer einzustellen und ihn ggf. auszutricksen. Der Umkehrschluss ist, das sie mit einem so cleveren Kerl an ihrer Seite ungeahnte Möglichkeiten haben, für alles, was sie zusammen tun können. Der Jacky ist lernbegierig und lernt schnell – auch Blödsinn – selbstverständlich.

… sind nicht zwingend Wohnungs- oder Stadthunde nur weil sie klein sind. Es sind Jagdhunde, die ihre Passion auch in der Stadt nicht vergessen werden oder verleugnen können. Kann man ihnen nicht den ausreichenden Auslauf ohne Leine und die notwendige Beschäftigung bieten, werden diese Hunde (und ihre Besitzer) nicht glücklich.

sind nicht zwingend geeignet für Haushalte mit kleinen Kindern, es sei denn sie sind erfahren damit, einen Hund und Kinder zusammen groß zu ziehen. Fehlverhalten von Kindern gegenüber einem Jackie wird nicht zwingend toleriert. Sie werden sich nicht gutmütig abfinden mit typischer Kinderbehandlung wie Ziehen an Ohren, Rute etc. oder Wegnehmen oder „Teilen“ von Hundeknochen, Futter, Spielzeugen etc..

Suchen Sie also, Hand auf´s Herz, vielleicht eine Ergänzung zu ihrer Familie, gepaart mit der Hoffnung, das klein auch gleich unkompliziert ist, dann sei ihnen abgeraten von einem Parson (Jack) Russell Terrier. Stellen Sie sich allerdings auf all diese Dinge ein, suchen sich Gleichgesinnte für den Erfahrungsaustausch und finden vielleicht ein gemeinsames Hobby mit ihrem Hund, es muss wirklich nicht die Jagd sein, dann haben sie den tollsten Hund der Welt und einen treuen Begleiter.

Schlusswort:

Für viele Leser dieser HP mag es vielleicht manchmal irritierend sein, wie oft ich mich des Themas „Parson Russell“, seiner Auslastung, seiner Anschaffung usw. annehme.

Seien Sie versichert: ICH LIEBE DIESE RASSE!!! Immer wieder würde ich mir einen PR oder PJRT kaufen. Aber aus meiner eigenen Erfahrung, die jetzt auch schon ein paar Jahre zählt, und Gesprächen mit vielen Neu-Jacky-Besitzern, weiß ich um die Probleme, die überforderte Hundebesitzer gerade mit dieser Rasse haben, die jetzt so beliebt ist. In den richtigen Händen haben sie einen phantastischen Hund – in den falschen, na ja…., und deswegen dienen alle Äußerungen meinerseits nur einem Zweck – das aus Hund und Mensch ein richtig tolles Team werden – nicht mehr, aber bitte auch nicht weniger.

Aujetzkische Krankheit

AK oder Pseudowut ist ein Krankheit, die durch einen Herpes Virus hervorgerufen wird. Es handelt sich hierbei also nicht um eine Erberkrankung, aber da vielen Menschen nicht bewußt ist, worum es sich hierbei handelt, möchte ich es mit aufnehmen, da eine Infektion für einen Hund IMMER tödlich ist.

Betroffen sind Wildschweine, Hausschweine können genauso erkranken und die Wanderratte. Betroffene Tiere können äußerlich vollkommen gesund wirken, deshalb ist es umso tückischer, da ein erlegtes erkranktes Tier nicht von einem gesunden unterschieden werden kann.

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Patella Luxation

Aus züchterischer Sicht in Bezug auf die Gesundheit der Rasse kann man die Entwicklung der Patella Luxation (PL) beim Parson Russell Terrier ja schon als erfreulich bezeichnen.

Oder fangen wir mal anders an: Viele JRT-Besitzer von wild „gezüchteten“ niederläufigen Jackies bezeichnen das häufige Hinkeln ihres Hundes als liebenswerten Tick, als Macke oder als rassetypisch.

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